Prinzipien der MediationIm Folgenden finden Sie fünf zentrale Prinzipien und Grundsätze der Mediation, die auch Grundlage für das ABD-Mediationsverfahren sind. Informationen zu weiteren Prinzipien finden Sie in der zahlreichen Literatur [Literatur]. Transparenz- Um Entscheidungen wirklich treffen zu können, ist volle Information Grundvoraussetzung. Deshalb sind Mediationsparteien angehalten, Informationen, soweit es ihnen möglich ist, ehrlich zu erteilen. Die MediatorInnen erläutern ihre Vorgehensweise und holen dafür die Zustimmung ein.
Fairness- Das Prinzip der Fairness durchzieht den gesamten Mediationsprozess. Jede Entscheidung ist auch am Grad der persönlichen Empfindungen betreffend subjektiver Gerechtigkeit zu messen, und nicht nur an Daten, Zahlen und Fakten. Hier spielt darüber hinaus gegenseitige Wertschätzung und Achtung hinein.
Ergebnisoffenheit- Prinzipiell benötigt ein Verhandlungsprozess Spielräume, die diverse Möglichkeiten für Lösungs-Szenarien öffnen. Wenn Ergebnisse bereits vorgegeben wären, hätte Mediation keinen Sinn. Es geht nicht nur um Ja oder Nein, sondern immer auch um ein Sowohl-als-Auch oder es erscheint eine dritte, vierte... Möglichkeit.
Autonomie/Selbstbestimmung- Entscheidungen werden nicht "von außen" oder "von oben" vorgegeben, sondern in einem gemeinsam erlebten Kommunikationsprozess erarbeitet. Es findet auch keine Delegation an Dritte (SchiedsrichterInnen etc.) statt, denn die Entscheidungskompetenz verbleibt bei den Beteiligten. Durch die entstehende Identifikation werden Ergebnisse wesentlich nachhaltiger getragen und umgesetzt.
Zukunft- Mediation arbeitet nicht die Vergangenheit auf oder sucht nach Beweisen und Feststellungen für Gewesenes. Sie fragt vielmehr: Wohin werden wir uns von hier aus bewegen? Können auch die nachfolgenden Generationen mit unseren Entscheidungen wahrscheinlich gut leben? MediatorInnen unterstützen den notwendigen Fokus auf die Zukunft.
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